Palliativmedizin

Unter Palliativmedizin versteht man "die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative (heilende) Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen und anderen Krankheitsbeschwerden, sowie psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt."
(Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin) 

Die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.
Die palliativmedizinischen Methoden und Einstellungen sind auch schon in früheren Stadien der Erkrankung gefordert, zum Teil schon sobald die Diagnose bekannt ist.
Ziel ist es, dem Patienten ein möglichst beschwerdefreies (z.B. möglichst schmerzfreies ) Dasein zu ermöglichen. Palliativmedizin bejaht das Leben und ist gegen eine Verkürzung desselben, allerdings auch gegen sinnlose Therapieversuche, die den Patienten belasten und verhindern, daß er die verbleibende Lebenszeit gut für sich nutzen kann.

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben!

(Zitat von Cicely Saunders, Gründerin der modernen Hospizbewegung in England und Mitbegründerin der Palliativmedizin)